Longboard Fahrtechniken: Bremsen, Pumpen, Sliden, Pushen, Carven

Atom LongboardsWenn es um das Thema Longboards geht, dann unterscheiden sich nicht nur die Boards, sondern vor allem auch die verschiedenen Fahrstile, die Sie perfektionieren können. In diesem Bericht geht es daher um die Frage, welche Fahrtechniken es beim Longboard fahren gibt und worauf Sie hierbei achten sollten.

Die verschiedenen Bremstechniken beim Longboard fahren

LongboardingWer sich im Longboarden probieren will, sollte sich neben der Beschaffung der passenden Utensilien auch mit der Sicherheit beim Fahren auseinander setzen. Neben entsprechender Schutzbekleidung zählt insbesondere die Bremstechnik zu den wichtigsten Disziplinen, um das Longboarden zu einem sicheren Freizeitvergnügen werden zu lassen. Gleichzeitig gilt das Bremsen aber auch als als herausfordernste Technik und sollte daher an einem geschützten Platz gut geübt werden, bevor man sich auf die offene Straße wagt.

Folgende Bremstechniken sind möglich:

  • Ausrollen
  • Abspringen
  • Fußbremsen
  • Windbremse
  • Sliden

Fußbremsen

Am gängigsten ist das Fußbremsen, bei dem der Skater durch das Aufsetzen des hinteren oder vorderen Fußes sein Tempo abstoppt und das Brett anhält. Das Standbein verbleibt dabei auf dem Brett, während das Standbein angewinkelt und das Gewicht auf die Standseite verlagert wird. Der Bremsfuß wird zunächst mit der Ferse aufgesetzt und anschließend komplett abgerollt.

Um Verletzungen zu vermeiden, sollte das Aufsetzen möglichst kontrolliert geschehen und der Fuß nicht hart auf den Untergrund gebracht werden. Um diese Technik zu üben, empfiehlt es sich, zunächst in langsamen Fahrtempo den Bremsfuß leicht über die Straße schleifen zu lassen, um ein Gefühl für das richtige Absetzen zu bekommen.

Ausrollen

Beim Ausrollen lässt man bei entsprechender räumlicher Option das Brett einfach so lange weiter rollen ohne erneut Anschub zu geben, bis dies aufgrund des Rollenwiderstandes von alleine stehen bleibt. Eine sehr gelenkschonende Bremsart.

Abspringen

Das Abspringen gehört nicht unbedingt zu den sichersten Bremstechniken, da es leicht zu Stürzen oder Verletzungen kommen kann und sollte daher nur als Bremstechnik gewählt werden, wenn das Fahrtempo sehr gering ist oder es keine andere Möglichkeit ehr gibt.

Windbremsen

Das Windbremsen erfolgt durch das aufrechte Positionieren und Ausstrecken der Arme während der Fahrt. Der dadurch erzeugte Widerstand sorgt für ein verlangsamtes Tempo und ist daher ideal bei einer hohen Fahrgeschwindigkeit einzusetzen.

Sliden

Die Fahrtechnik Sliden kann ebenfalls zum Bremsen genutzt werden und gilt als sicherste und effektivste Technik: Hierzu geht der Skater in die Knie und stellt das Brett durch Verlagerung des Körpergewichts quer zur Fahrtrichtung.

Stellt ein Fahrer sein Brett quer zur Fahrbahn, handelt es sich um einen Slide. Da die Rollen keine oder wenig Bodenhaftung haben, ist das Longboard sehr flexibel und daher eignen sich Slides sowohl zum Bremsen, zum Tricksen und machen einfach Spass.

Für den tiefen Slide wird der Schwerpunkt durch das Aufstützen der Hand auf die Straße verlagert. Daher sollten hier unbedingt feste Handschuhe getragen werden. Werden Slides hauptsächlich als Tricks eingesetzt, empfehlen sich harte Rollen. Zudem sind weiche Achsen erforderlich, damit die nötige Flexibilität gegeben ist

Tipp! Um mit dem Longboard vorwärts zu kommen, muss es in Schwung gebracht werden. Dieser Antrieb wird entweder durch das sogenannte Pushen oder das Pumpen erreicht.

Vor- und Nachteile dieser Bremstechniken

  • Windbremsen und Ausrollen sind sehr einfach
  • Abspringen eignet sich bei niedrigen Geschwindigkeiten
  • dank Fußbremsen kann schnell angehalten werden
  • Sliden erfordert zwar einige Übung, ist aber sehr sicher und effektiv
  • Nicht jeder Schuh ist zum Fußbremsen geeignet

Ein Überblick der Fahrtechniken eines Longboard

Sobald Sie bremsen können, sollten Sie sich mit den verschiedenen Möglichkeiten vertraut machen, um richtig in Fahrt zu kommen.

Pushen

Beim Pushen wird der Standfuß in Fahrrichtung direkt hinter der Vorderachse auf dem Longboard platziert, während der Oberkörper leicht nach vorn geneigt wird und mit dem Pushbein einige Tretbewegungen auf der Straße gemacht werden, um den nötigen Anschub zu erreichen. Daraufhin werden beide Füße quer zur Fahrtrichtung auf dem Brett platziert und dies mittels Gewichtsverlagerung über die Vorderachse gelenkt.

Pumpen

Beim Pumpen wird das Longboard allein durch eine Slalombewegung des Oberkörpers und ein gleichmäßiges Ent-und Belasten des Brettes in Fahrt gebracht. So kann das Brett ohne Pushen vorwärts bewegt werden. Vorraussetzung dafür ist ein bewegliches Longboard mit flexibler Vorderachse, sowie ein gutes Rhythmusgefühl und die nötige Übung. Könner dieses Fahrstils können sich über eine eigene Disziplin für das Pumpen freuen, das Longdistance-Pumpen.

Tipp! Weitere Fahrtechniken wie das Sliden oder Carven erhöhen den Fahrspass und bieten weitere Möglichkeiten des Bremsens und Kontrollieren des Longboardes. Auch für die Ausübung von Tricks ist das Erlernen dieser Disziplinen sinnvoll.

Carven

Beim Carven wird die Geschwindigkeit des Bretts durch das Fahren vieler kleiner Kurven oder Turns kontrolliert. Dabei bleibt das Brett im Gegensatz zur Slide-Technik auf einer Linie. Das Brett wird mit gestreckten Körper in die Kurve gebracht und durch das Anwinkeln des Knies zum Umkanten gebracht. Gerade auf abschüssigen Strecken bietet sich dieser Fahrstil an und ist eine angenehme Alternative zum Hochgeschwindigkeitsfahren. Die Technik kann zunächst in langsamen Tempo auf einer Strecke mit wenig Gefälle geübt werden und anschließend auch auf abschüssigeren Straßen zum Einsatz kommen.

Tipp! Werden die verschiedenen Fahrstile und Disziplinen regelmäßig geübt, können in kürzester Zeit deutliche Verbesserungen erzielt werden. Der Fahrspaß wächst dann ganz klar mit dem Können, denn sowohl Geschwindigkeit als auch Straßenlage können dann besser variiert werden und auch das Einbauen von Tricks gelingt so leichter.

Fahrstil Cruisen Dancing Freeride Downhill und Carving Slide
Härte der Rollen (sehr) weich weich weich bis hart hart sehr hart
Art des Untergrunds schlechte Straßen holprige Straßen holprige und gute Straßen gute Straßen
und Wege
glatte Straßen
Skateparks

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