Wie man bei einem Longboard abbremst – auf die Technik kommt es an

Atom LongboardsEin Longboard zu bremsen ist weit anspruchsvoller als sich damit in Bewegung zu setzen. Es stehen eine ganze Reihe verschiedener Bremstechniken zur Verfügung, die nicht immer risikofrei sind und manchmal einiges Können voraussetzen. Aber keine Angst: Auch Anfänger können lernen, ihr Longboard aus moderatem Tempo sicher zum Stehen zu bringen. Für welche Art des Bremsens man sich entscheidet, wird nicht nur von den eigenen Fähigkeiten abhängen, sondern auch von der Ausgangsgeschwindigkeit und der Beschaffenheit des Untergrunds. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Optionen mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen vor.

Die Fußbremse (Foot Brake) – auch für Anfänger geeignet

Wie man bei einem Longboard abbremst – auf die Technik kommt es anDie Fußbremse ist schon für Anfänger leicht erlernbar und durchaus effektiv: Sie nehmen einen Fuß vom Board und lassen ihn auf dem Boden schleifen. Je nachdem, wie viel Druck Sie auf den Untergrund ausüben, werden Sie auf diese Weise sanft oder auch recht abrupt abbremsen. Um Stürze zu vermeiden, sollte unbedingt der hintere Fuß zum Bremsen verwendet werden. Diese Technik hat einen offensichtlichen Nachteil: Sie ruinieren sich auf Dauer Ihre Schuhe und werden sich öfter neue kaufen müssen.

Abspringen – die Notbremse

Vom Longboard abzuspringen und anschließend auszulaufen kann eine gute Alternative zur Fußbremse sein, wenn man relativ langsam unterwegs ist. Wer etwas mehr Tempo drauf hat, riskiert einen üblen Sturz. Es gibt jedoch Situationen, in denen sich ein Absprung nicht vermeiden lässt: Wenn Sie auf eine Mauer zurasen und die Kontrolle über Ihr Board zu verlieren drohen, ist ein schneller, wenngleich unsanfter Ausstieg wahrscheinlich die beste Option. Aus diesem Grund gilt das Abspringen unter Longboardern auch als Notbremse.

Sliden – die eleganteste Art, zum Stehen zu kommen

Wer auch Downhill die Kontrolle über sein Board behalten will, sollte unbedingt das Sliden erlernen. Es ist die sicherste und eleganteste Methode, um bei hoher Geschwindigkeit zu bremsen. Beim Sliden gehen Sie tief in die Knie, um Ihr Gewicht so weit wie möglich nach unten zu verlagern. Das Board wird dabei waagerecht zur Fahrbahn ausgerichtet.

Tipp! Sie halten das Gleichgewicht, indem Sie sich mit den Händen (und hoffentlich mit geeigneten Handschuhen) auf der Straße abstützen.

Carven – wie das Snowboard, so das Longboard

Auch das Carven bietet sich insbesondere beim Downhill und hohen Geschwindigkeiten an: Ähnlich wie beim Ski- oder Snowboardfahren fahren Sie Kurven und verlagern dabei das Gewicht auf die hintere Kante. Dabei gilt: Umso enger die Kurven, desto stärker wird die Geschwindigkeit gedrosselt.

Windbremse – Sie sind das Segel!

Die Windbremse setzt starken Fahrtwind voraus und ist erst ab Geschwindigkeiten oberhalb 50 km/h sinnvoll. Sie richten sich auf und breiten die Arme aus, Ihre Handflächen zeigen in Fahrtrichtung: Auf diese Weise vergrößern Sie die Angriffsfläche für den Wind und können Ihr Tempo so weit reduzieren, dass wieder andere Techniken wie die Fußbremse zur Anwendung kommen können.

Von der Straße lenken – eine Technik mit Tücken

Kaum zu empfehlen ist eine Methode, die Ihr Board schnell, aber nicht sicher zum Halten bringt: Wenn Sie von der Straße auf eine unebene Fläche wie zum Beispiel einen Rasen lenken, können die Rollen blockieren und Sie so abrupt zum Halten bringen, dass Sie über das Board hinaus geschleudert werden.

Bremstechnik Hinweise
Fußbremse ziehen Sie zum Longboarden unbedingt festes Schuhwerk an
Abspringen
Von der Straße lenken
Protektoren und ein Schutzhelm schützen vor schweren Verletzungen
Sliden Sliden ohne Handschützer kann schwerste Abschürfungen nach sich ziehen
Carven Carven sollte zuvor unbedingt geübt werden
Windbremse die Windbremse ist bei langsamen Geschwindigkeiten nicht effektiv

Vor- und Nachteile der Bremstechniken von Longboards

  • die richtige Anwendung schützt Sie vor Verletzungen
  • auch ihr Longboard wird vor dem Aus bewahrt
  • ohne Protektoren kann es trotz dieser Bremstechniken zu Verletzungen kommen

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